Du hast es verdient.
Dein Leben fühlt sich an wie ein schlecht gepflegter Hinterhof, in dem ständig irgendetwas tropft, nichts richtig funktioniert und immer du derjenige bist, der am Ende den Müll rausbringt? Deine Nase wirkt, als habe sie sich eigenständig von deinem Gesicht emanzipiert, dein Konto sieht aus, als wäre es von einem räudigen Marder angefallen worden, und dein Alltag besteht aus Warteschlangen, Formularen und diesem ganz speziellen Gefühl, dass andere längst am Tisch sitzen, während du draußen im Regen stehst und überlegst, ob das Klingeln jetzt aufdringlich wäre? Du wirst übergangen, übersehen, übervorteilt, bekommst die schlechtesten Termine, die falschen Rechnungen und immer genau dann Ärger, wenn du dir sicher warst, heute ausnahmsweise nichts falsch gemacht zu haben?
Du hast es verdient.
Nicht unbedingt wegen etwas Großem. Vielleicht einfach nur, weil du Frau Müller von nebenan jahrelang freundlich gegrüßt, ihren Hund dabei aber konsequent ignoriert hast. Oder weil du die Angewohnheit gepflegt hast, bei Gesprächen ganz leicht zu nicken, während du innerlich schon beim nächsten Thema warst. Und möglicherweise, weil du den geborgten Akkuschrauber von Onkel Theo irgendwann an die NASA weiterverkauft hast, angeblich für ein Forschungsprojekt, tatsächlich aber wegen dieser blonden Schnecke aus der Einkaufsabteilung.

karmakeule.de - Powered by DIE33AFFEN.de
Die Entdeckung
Im Juli 2025 machte ein Kantinenkoch der NASA während der Zubereitung einer vegetarischen Hühnersuppe eine Beobachtung, die das Verständnis des Universums nachhaltig verändern sollte. Bei der routinemäßigen Analyse eines Mondkraters (Küche, Spüle 3) stieß er auf die Überreste einer Ameise, die nachweislich unter dem Einfluss halluzinogener Mondflechten gestanden hatte.
Neurologische Rekonstruktionen ergaben:
Die Ameise erlitt in sitzender Position einen akuten Schließmuskel-Hirnkrampf, begleitet von einer extrem intensiven Wahnfantasie. Diese Fantasie – so die heute anerkannte Theorie – manifestierte sich aufgrund fehlender Erdanziehung ungehindert im Raum-Zeit-Gefüge und breitete sich wellenförmig im Universum aus.
Der Name dieser Wahnfantasie: Karma.
Karma – eine vorläufige wissenschaftliche Einordnung
Bericht zur aktuellen Lage des Schicksals
Karma war lange etwas für Räucherstäbchen, Yogamatten und Menschen, die bei Vollmond plötzlich langsamer sprechen. Das ist vorbei. Inzwischen hat Karma den Sprung in die westliche Alltagsmetaphysik geschafft und legt dort eine Karriere hin, von der jede Managementtheorie nur träumen kann. Endlich existiert eine Instanz, die zuverlässig erklärt, warum der Bahnhofspenner selbst schuld ist, warum der Kollege befördert wird, obwohl er nichts kann, und warum es einen selbst trotzdem trifft, obwohl man sich redlich bemüht hat, wenigstens innerlich korrekt zu bleiben.
Besonders effizient arbeitet Karma in Bereichen mit erhöhter Sinnlosigkeitskonzentration: Staus, Trennungen, falsch gelieferte Pizzen, chronische Rückenschmerzen ohne Befund, Kindergeburtstage mit Zauberern, Biernot, Eigentümerversammlungen. Überall dort, wo früher Zufall vermutet wurde, herrscht heute Gewissheit. Karma war es! Oder wird es noch gewesen sein!
1. Einleitung: Der Stand der Dinge
Karma ist keine Idee, sondern der Rahmen, in dem Ideen plötzlich plausibel wirken, ganz gleich, wie schlecht sie sind. Was geschieht, geschieht aus gutem Grund. Und was sich nicht erklären lässt, erklärt sich später. Oder gar nicht. Beides gilt als korrekt.
Das karmische Wirkprinzip ist ebenso simpel wie einleuchtend: Du bekommst exakt das zurück, was du dir letzten Dienstag oder im letzten Leben als Schah von Persien geleistet hast. Dasselbe gilt natürlich auch für deinen Wellensittich und die Zecke, die dir letzten Sommer beim Waldkacken in den Hintern gebissen hat.
2. Reinkarnation – ausgewählte Fallbeispiele
Fall 1:
1972 lud der Elektroinstallateur Peter F. aus B. während seiner beruflichen Tätigkeit schlechtes Karma auf sich, indem er während verschiedener Hausbesuche freundliche Hausfrauen in knappen Dessous konsequent ignorierte. In zwei besonders schweren Fällen ignorierte er zusätzlich deren Töchter, die sich mehrfach nach ihren versehentlich fallengelassenen Massagestäben bücken mussten.
Nach seinem Tod wurde er als Seegurke im Indischen Ozean wiedergeboren.
Dort sammelte er positives Karma, indem er mehreren orientierungslosen Seesternen half, den Mauritiusgraben zu überqueren.
Daraufhin erfolgte eine karmische Beförderung zum Seeotter.
Laut aktueller Prognose strebt Peter F. im nächsten Leben eine Reinkarnation als Innenminister eines beliebigen Staates an. Die karmische Bewertung hierzu ist noch offen.
Fall 2:
Eine Yogalehrerin aus Süddeutschland erklärte mehrfach ungefragt, „dass sich alles fügt“.
Sie wurde daraufhin als Duftkerze wiedergeboren und verbrannte langsam ohne erkennbaren Sinn.
Fall 3:
Ein weiterer dokumentierter Fall betrifft einen Mann aus dem Ruhrgebiet, der in Gesprächen regelmäßig zustimmend nickte, während er innerlich nicht beim Thema, sondern bei den Hausfrauen war, die unser oben erwähnter Elektroinstallateur vernachlässigt hatte. Dieses Verhalten erzeugte ein sogenanntes passives Doppelschuldkarma mit erhöhter Schicksals-Brenntiefe. Karma reagierte entsprechend. Der Mann wurde als Parkbank wiedergeboren. Standort: zugig. Nutzung: wechselhaft. Erkenntnisgewinn: moderat.
3. Die Wirkungsweise von Karma im Alltag
Karma unterscheidet nicht zwischen großen Taten und kleinen Haltungen. Es registriert beides mit derselben Aufmerksamkeit. Die versehentliche Sprengung einer Bohrinsel, weil man gedanklich mehr beim Wurstbrot als beim Maschinenraum war, ist ebenso karmawirksam wie heimliches Furzen im Aufzug.
Besonders sensibel reagiert Karma auf beiläufige Überheblichkeit, auf innere Kommentare, auf Gedanken wie: „Das wird schon so passen.“ Es kann Jahre warten, bevor es reagiert. Oder sofort. Beides ist Ausdruck höchster Präzision. Zusammenhänge müssen nicht erkannt werden, um zu wirken. Im Gegenteil: Wer sie nicht erkennt, vertieft sie.
4. Gegenwärtiges Leid – rückwirkend korrekt eingeordnet
Fall 1:
Eine Verwaltungsangestellte aus Niedersachsen verlor im Frühjahr 2023 ihr Smartphone in einer Regionalbahn. Das Gerät war neu, teuer und emotional aufgeladen. Sämtliche Versuche der Wiederbeschaffung blieben erfolglos. Die karmische Rückrechnung ergab, dass sie in ihrer Jugend wiederholt fremde Feuerzeuge eingesteckt hatte, insbesondere auf Partys, ohne je ernsthaft vorgehabt zu haben, sie zurückzugeben. In einem früheren Leben hatte sie zusätzlich als Krämer auf einem Marktplatz systematisch minderwertige Ware als „handverlesen“ ausgegeben. Das Smartphone gilt karmisch als Feuerzeug der Gegenwart. Der Vorgang ist abgeschlossen.
Fall 2:
Ein selbstständiger Grafikdesigner aus dem Rhein-Main-Gebiet entwickelte mit Mitte vierzig ausgeprägte Hämorrhoiden. Medizinische Ursachen konnten nicht eindeutig festgestellt werden. Karma identifizierte als Auslöser eine längere Phase in den frühen Zwanzigern, in der der Betroffene regelmäßig auf fremden Sofas übernachtete, ohne sich an Miete, Reinigung oder Frühstücksmarmelade zu beteiligen. In einer früheren Daseinsform als Regenwurm hatte er darüber hinaus wiederholt Erde verdichtet, anstatt sie aufzulockern. Die Beschwerden gelten als direkte Folge mangelnder innerer Durchlässigkeit.
Fall 3:
Das Einfamilienhaus eines pensionierten Berufsschullehrers aus der Pfalz brannte im Sommer 2019 vollständig ab. Die Brandursache blieb ungeklärt. Die karmische Ursachenanalyse verwies auf eine Jugendphase, in der der Betroffene konsequent Bücher aus Bibliotheken entlieh, ohne sie fristgerecht zurückzugeben, da er „noch nicht ganz durch“ gewesen sei. In einem vorangegangenen Leben als Stein hatte er zudem über Jahrhunderte hinweg einem Ameisenhaufen die Sonneneinstrahlung genommen. Das Feuer stellte den notwendigen Ausgleich her.
5. Die kosmische Infrastruktur des Karmas
Der international anerkannte Karmaexperte Professor Dr. med. gyn. pft. Zirkelhammer betont:
"Karma ist kein chaotisches System. Es arbeitet in Schichten, Ebenen und Rückkopplungen. Zuständigkeiten sind klar geregelt, auch wenn sie niemandem bekannt sind. Entscheidungen fallen nicht willkürlich, sondern aus einer höheren Notwendigkeit heraus, die sich menschlichem Zugriff entzieht."
Ergänzend stellt Zirkelhammer fest:
"Fehler existieren nicht. Abweichungen gelten als Hinweise. Ungerechtigkeit als Lernangebot. Wer das System nicht versteht, befindet sich exakt an der richtigen Stelle darin."
Der offizielle Karma-Shop
Zertifizierte Hilfsmittel zur individuellen Schicksalsoptimierung
Um den Zugang zu karmischer Balance, innerer Ordnung und situativer Schuldentlastung zu erleichtern, wurden verschiedene unterstützende Maßnahmen entwickelt. Alle Produkte basieren auf neuesten Erkenntnissen der angewandten Schicksalsverwaltung und sind für den privaten Gebrauch geeignet.
1. Der Karmastein™
Der Karmastein bündelt ruhende Schicksalsenergie in stabiler Rechteckform und dient als mobiler Puffer für moralische Überschreitungen des Alltags. Durch seine kompakte Bauweise eignet er sich ideal für Jackentasche, Nachttisch oder Handschuhfach.
Bei sachgemäßer Anwendung erlaubt der Karmastein seinem Träger, täglich bis zu drei moralisch fragwürdige Handlungen zu begehen, ohne karmische Rückwirkungen auszulösen. Dazu zählen unter anderem: beiläufige Lügen, bewusstes Wegsehen, innere Verachtung, das Ignorieren fremder Hunde sowie das Rasieren heidnischer Symbole in das Fell der Katze von Tante Gisela.
Voraussetzung ist ein fester Glaube an die eigene innere Ordnung. Der Stein funktioniert nicht bei Selbstzweifeln.
Karmastein™
→ 199 €
Stabiler
Rechteckzuschnitt, hohe Schicksaldichte, lebenslang verwendbar (für
eine Seele).
2. Karma-Reset-Spray
Das Karma-Reset-Spray stellt nach konflikthaften Situationen zuverlässig das Grundgefühl wieder her, ein guter Mensch zu sein. Die Wirkung tritt unmittelbar nach dem Aufsprühen ein und ist vollständig unabhängig vom tatsächlichen Verhalten.
Das Spray eignet sich besonders nach Streitgesprächen, Kündigungen, Beziehungsgesprächen oder Kommentaren in sozialen Netzwerken. Entscheidend ist nicht der Inhalt der Situation, sondern die Anwendung an sich.
Mehrmaliges Sprühen verstärkt nicht die Wirkung, vermittelt jedoch zusätzliche Sicherheit.
Karma-Reset-Spray (50 ml)
→ 79
€
Reicht für ca. 40–60 Anwendungen oder einen sehr
schlechten Tag.
Nachfüllpack (gleiche Wirkung): 69 €
3. Karma-Ausgleichsmatte (Deluxe)
Die Karma-Ausgleichsmatte wird vor Betreten von Wohnräumen, Büros oder Yogastudios ausgelegt und gleicht dort automatisch karmische Unregelmäßigkeiten aus. Sie arbeitet mit passiver Schicksalsumlagerung und ist wartungsfrei.
Durch einfaches Darübergehen werden offene Schuldposten neu verteilt. In der Regel auf andere. Die Matte eignet sich besonders für Haushalte mit erhöhtem Konfliktaufkommen oder Menschen, die häufig „nichts falsch gemeint“ haben.
Hinweis: Die Matte funktioniert auch barfuß, zeigt dann jedoch gelegentlich ein leichtes Summen.
Karma-Ausgleichsmatte (Deluxe)
→ 899
€
Handgefertigt, universell wirksam, nicht waschbar,
aber nachtragend.
4. Karma-Abonnement „Plus“
Für Fortgeschrittene wurde das Karma-Plus-Programm entwickelt. Es garantiert eine dauerhafte Grundentlastung, unabhängig von Verhalten, Einsicht oder Verantwortung.
Das Abonnement wirkt systemisch und entzieht den Träger vollständig der persönlichen karmischen Bewertung. Ereignisse werden weiterhin zugeordnet, jedoch nicht mehr persönlich genommen.
Empfohlen für Führungskräfte, Vielredner, spirituelle Influencer und Menschen, die „eigentlich immer recht haben“.
Karma-Abonnement „Plus“
→ 49 €
/ Monat
oder 499 € / Jahr
Automatische
Verlängerung. Kündigung nur karmisch möglich.
5. Karma-Zertifikat zur Selbstbestätigung
Das Karma-Zertifikat bestätigt schriftlich und mit Stempel, dass beim Inhaber grundsätzlich von korrekten inneren Absichten auszugehen ist. Es kann bei Bedarf vorgezeigt oder innerlich zitiert werden.
Das Zertifikat ersetzt keine Handlung, aber jede Rechtfertigung. Besonders hilfreich in Diskussionen, Trennungen und Erbschaftsangelegenheiten.
Auf Wunsch mit individueller Begründung („Schon viel durchgemacht“, „Meinte es immer gut“, „Ist halt so“).
Karma-Zertifikat
zur Selbstbestätigung
→ 129 €
Mit individueller
Begründung: +49 €
Mit Goldrand und zusätzlichem Siegel: +79
€
Kleingedrucktes / Haftungsausschluss
Hinweise zur Anwendung und Verantwortung
Die angebotenen Produkte ersetzen weder Einsicht noch Verhalten, machen beides jedoch überflüssig. Eine tatsächliche Veränderung der äußeren Umstände kann nicht garantiert werden und ist auch nicht vorgesehen.
Karmische Wirkungen können zeitverzögert, inkarnationsübergreifend oder scheinbar unzusammenhängend auftreten. Ein Anspruch auf Verstehen besteht nicht.
Bei ausbleibender Wirkung ist davon auszugehen, dass die Wirkung bereits erfolgt ist, jedoch noch nicht erkannt wurde.
Eine Rückgabe ist ausgeschlossen. Karma kennt kein Widerrufsrecht.
Bewertungen
⭐⭐⭐⭐⭐
Endlich wieder im Reinen mit mir
Ich benutze das Karma-Reset-Spray jetzt seit drei Wochen und fühle mich deutlich leichter. Habe mich mit meiner Schwester gestritten und danach einfach zwei Sprühstöße genommen. Danach war klar, dass sie das Problem ist. Klare Kaufempfehlung.
— Sabine K.
⭐⭐⭐
Ganz okay, aber man muss dran glauben
Der Karmastein ist schwerer als gedacht. Man merkt schon, dass da was drin ist. Ob es wirkt, weiß ich nicht, aber seit ich ihn in der Jackentasche habe, denke ich weniger über mein Verhalten nach. Dafür drei Sterne.
— Thomas
⭐⭐⭐⭐⭐
Hat mir sehr geholfen
Ich habe das Karma-Zertifikat gekauft, weil ich oft das Gefühl hatte, mich rechtfertigen zu müssen. Jetzt zeige ich es einfach innerlich vor und die Sache ist erledigt.
— B. L.
⭐⭐
Wirkt, aber anders als erwartet
Habe die Ausgleichsmatte für den Flur bestellt. Seitdem ist die Stimmung in der Familie angespannt, aber ich persönlich fühle mich deutlich besser. Vermutlich muss sich das noch einpendeln.
— Kunde aus Bayern
⭐⭐⭐⭐⭐
Keine Nebenwirkungen
Benutze das Spray vor allem nach Meetings. Danach weiß ich wieder, dass ich eigentlich recht hatte. Würde ich wieder kaufen.
— Anonym
⭐
Hat bei mir nicht funktioniert
Habe alles genau gemacht aber trotzdem Ärger auf der Arbeit bekommen. Vielleicht war das Karma stärker als das Spray.
— Jürgen
⭐⭐⭐⭐
Sehr überzeugend
Das Plus-Abo ist teuer, aber man merkt sofort einen Unterschied. Dinge passieren zwar weiterhin, aber sie fühlen sich nicht mehr wie meine Schuld an. Einen Stern Abzug, weil die Abbuchung jeden Monat kommt.
— Ralf M.
⭐⭐⭐⭐⭐
Top Produkt
Hab den Karmastein meiner Frau geschenkt. Seitdem streiten wir weniger. Sie vor allem.
— Michael
⭐⭐⭐
Man muss es richtig anwenden
Am Anfang dachte ich es bringt nix, aber dann hab ich gemerkt, dass man einfach aufhören muss zu hinterfragen. Dann klappt es auch.
— S.
⭐⭐⭐⭐⭐
Sehr spirituell
Man merkt sofort dass das kein Billigprodukt ist. Allein der Preis beruhigt schon.
— Claudia
⭐⭐
Zu wenig erklärt
Ich hätte mir mehr Infos gewünscht, wie genau das alles funktioniert. Aber vielleicht ist das ja auch nicht der Sinn.
— Katrin
⭐⭐⭐⭐⭐
Seitdem passiert mir nichts mehr
Hab mein Auto und mein Haus nicht mehr abgeschlossen und bis jetzt ist nichts passiert. Also muss das Karma jetzt stimmen.
— Peter
Hinweis: Negative Bewertungen deuten auf ungeklärte karmische Altlasten hin.
Karma Talk
Zur Einordnung der aktuellen Forschungslage wurde ein Gespräch zwischen Vertretern der klassischen Wissenschaft und der modernen Karmaforschung protokolliert. Das Gespräch wurde nicht gekürzt. Lediglich die Geduld aller Beteiligten.
Prof. Dr. Helmut Beringer:
„Die Wissenschaft steht dieser Entwicklung nicht skeptisch, sondern erschöpft gegenüber. Wir haben alles versucht: Verantwortung, soziale Ursachen, systemische Zusammenhänge, gelegentlich sogar denken. Wir haben erklärt, differenziert, eingeordnet. Die Leute hören zu, nicken – und wenden sich dann irgendeinem Quatsch zu, der ihnen einredet, warum alles schief läuft. Und genau da fängt Ihr Problem an.“
Dr. Marlene Korthals (Karmaforschung):
„Ach hören Sie doch auf. Ihr Problem ist, dass Sie immer noch glauben, Menschen wollten verstehen. Das wollen sie nicht. Sie wollen Ergebnisse. Karma greift sofort. Ohne Einsicht, ohne Verständnis, ohne Nachfrage. Es arbeitet mit moralischer Rückkopplung, subjektiver Schuldresonanz und frei oszillierender Kausalitätsvermutung. Im erweiterten Fachjargon sprechen wir von asymmetrischer Sinnzuteilung mit retrospektiver Plausibilisierung. Das ist effizient. Alles andere ist intellektuelle Selbstbefriedigung.“
Beringer:
„Effizient? Sie nennen es effizient, wenn erst etwas Beliebiges passiert und danach beschlossen wird, warum es genau so kommen musste? Das ist keine Ordnung, das ist eine nachträgliche Ausrede mit Heiligenschein. Sie ersetzen Analyse durch Behauptung und verkaufen das als kosmische Gerechtigkeit.“
Korthals:
„Sie nennen es Ausrede, ich nenne es Anschlussfähigkeit. An mehreren Universitäten ist inzwischen vom karmischen Grundrauschen die Rede – einer permanent aktiven Bewertungsschicht, die sich über jedes Ereignis legt und es rückwirkend sinnvoll macht. Ob es vorher sinnvoll war, interessiert niemanden. Entscheidend ist, dass es sich so anfühlt. Genau deshalb setzt sich Karma durch. Nicht gegen Ihre Wissenschaft – sondern weil Ihre Wissenschaft im Alltag niemanden mehr beruhigt.“
Beringer:
„Dann erklären Sie mir doch wenigstens, wie Sie diesen ganzen Zauber messen wollen. Sie reden von Schichten, Rückkopplungen, Grundrauschen – aber am Ende bleibt alles nebulös. Ohne Messung ist das Metaphysik mit Tabellenoptik.“
Korthals:
„Messungen erfolgen über Leidindikatoren, Herr Professor. Moralische Äquivalenzeinheiten. Die Skala reicht von leichter Verärgerung über anhaltende Kränkung bis hin zu grundloser Existenzmüdigkeit. Besonders aussagekräftig sind Mehrfachbelastungen – etwa Scheidungen mit funktionierendem WLAN oder Vorhautverengungen trotz täglichem Beten. In solchen Fällen gilt das System als eindeutig bestätigt. Ob Ihnen das passt oder nicht, ist für die Bewertung vollkommen irrelevant.“
An dieser Stelle verlässt Prof. Dr. Helmut Beringer den Saal, kauft sich ein Eis und geht schaukeln.
Schicksalsbericht: „Es musste so kommen“
Als bei Martina H. (48) innerhalb eines halben Jahres erst der Job, dann der Mann und schließlich der Labrador verschwanden, war sie zunächst ratlos. Rückblickend sagt sie heute: „Damals dachte ich noch, das Leben meint es nicht gut mit mir. Heute weiß ich: Das Leben hatte völlig recht.“
Martina hatte über Jahre hinweg geglaubt, ein anständiger Mensch zu sein. Sie arbeitete zuverlässig, vergaß selten Geburtstage und sagte gelegentlich Dinge wie „Man muss auch mal an sich denken“. Dass sich dennoch immer wieder kleine Rückschläge häuften, erklärte sie lange mit Stress, Pech oder der allgemeinen Lage.
Erst als sie nach der Trennung von ihrem Mann allein in der Küche stand und der Wasserkocher ohne erkennbaren Grund nicht mehr funktionierte, begann sie zu verstehen, dass es sich um eine karmische Verdichtung handeln musste.
„Ich habe gespürt, wie sich mein Schuldenergiefeld neu sortierte“, sagt Martina heute. „Es war wie eine innere Inventur.“
In den folgenden Wochen begann sie, ihr Leben rückwirkend zu lesen. Sie erinnerte sich an Situationen, die sie lange für belanglos gehalten hatte: an den Moment, als sie 1996 eine Kollegin nicht verteidigte, sondern schwieg. An den Nachmittag, an dem sie einer Freundin sagte, sie habe gerade keine Kapazität, obwohl sie Zeit gehabt hätte. An ein früheres Leben, das sie heute klar als Phase mineralischer Existenz identifiziert – vermutlich als Pflasterstein –, in dem sie zahllosen Menschen das Gehen erschwerte, ohne je darüber nachzudenken.
Mit jedem Erinnerungsfragment schloss sich eine karmische Schleife.
Als ihr Auto kurz darauf abgeschleppt wurde, empfand sie erstmals Erleichterung. „Endlich stimmte die Bilanz“, sagt sie. „Ich hatte genommen, jetzt wurde genommen.“
Martina begann, ihre Erfahrungen in einem Notizbuch festzuhalten, das sie heute ihr persönliches Karma-Protokoll nennt. Darin verzeichnet sie Ereignisse, mögliche Ursachen und den vermuteten Schicksalszinssatz. Besonders hilfreich sei das Konzept der retroaktiven Selbstverursachung gewesen – die Einsicht, dass man nicht wissen müsse, wann man etwas falsch gemacht habe, solange klar sei, dass man es getan habe.
Heute lebt Martina allein. Der Labrador ist nicht zurückgekommen. Der Wasserkocher funktioniert wieder, aber sie benutzt ihn selten. „Man will das Karma ja nicht provozieren“, sagt sie.
Sie schließt ihren Bericht mit den Worten:
„Früher wollte ich verstehen, warum mir Dinge passieren. Heute weiß ich: Es reicht, dass sie mir passieren.“
Karma Drama
„Du solltest lieber Mitgefühl zeigen, statt dich über das Unglück anderer Leute lustig zu machen.“
„Warum? Die sind doch selbst schuld. Schließlich geschieht ihnen Unglück, weil sie in ihrem letzten Leben schlechtes Karma auf sich geladen haben.“
„Das ist noch lange kein Grund, hämische Witze zu machen.“
„Doch! Spott ist Teil ihres Unglücks. Also die zwangsläufige Folge ihres eigenen schlechten Karmas. Ich bin lediglich der notwendige Karma-Erfüllungsgehilfe.“
„Das ist gemein.“
„Nein! Das ist Karma.“
Der Wahnsinn geht weiter:
karmakeule, karma satire, karma keule, esoterik satire, karma humor, spirituelle satire, esoterik kritik, schwarzer humor, böser humor, zynischer humor, schräge satire, absurde satire, dark karma humor, esoteric satire, spiritual parody, metaphysical humor






.jpg)





